
Die Temperatur genau einstellen mit Infrarot-Technologie
Wenn Sie schon einmal versucht haben, Brot zu backen – insbesondere bei hohen Temperaturen – wissen Sie, dass es nicht ausreicht, einfach den Regler auf 400 Grad einzustellen. Die Wärme muss schrittweise zugeführt werden.
Das Problem bei herkömmlichen Heizelementen ist, dass sie sehr langsam reagieren. Es dauert ewig, bis sie warm sind – und was noch ärgerlicher ist: Sie strahlen weiterhin Wärme ab, auch nachdem man sie ausgeschaltet hat. Das ist wie beim Steuern eines Kreuzfahrtschiffs: Man dreht das Ruder, doch das Schiff fährt erst einmal weiter geradeaus.
Deshalb verwenden wir Kurzwellen-Infrarotlampen.
Warum Geschwindigkeit wichtig ist
Diese Lampen funktionieren ganz anders. Anstatt die Luft zu erhitzen, nutzen sie Strahlung. Dabei handelt es sich um einen Wolframfaden, der in Quarz eingehüllt ist – dieser strahlt bereits nach wenigen Millisekunden maximale Wärme ab. Dadurch kann man die Temperatur schrittweise kontrollieren. Im Grunde genommen kann der Controller die Lampen fast sofort ein- und ausschalten. Wenn der Sensor feststellt, dass die Temperatur um auch nur einen Grad zu hoch ist, werden die Lampen sofort ausgeschaltet. So entsteht keine unnötige Überhitzung, die das Brot beschädigen könnte. Es ist präzise und schnell – und somit entfällt der Stress beim Backen.
Die Details – und die Fallen
Auf der Hardware-Ebene verwenden wir R7- oder SK15-Anschlüsse. Warum? Weil Öfen vibrieren – und man möchte nicht, dass die elektrischen Kontakte während des Backens locker werden.
Aber hier gibt es eine Herausforderung: Man muss auf die Leistungsdichte achten. Wenn man so viel Leistung in einen kleinen Raum bringt, entsteht eine enorme Hitze. Das ist zwar ideal, um die Außenseite des Brotes zu bräunen – doch es kann billige Kabel zerstören. Wenn man Standardrelais verwendet, werden diese nach einigen Monaten kaputtgehen. Man benötigt daher Geräte, die hohe Schaltfrequenzen bewältigen können – sonst muss man die Komponenten ständig ersetzen.
Reale Ergebnisse
In professionellen Bäckereien wird so die „Ofenwirkung“ optimal genutzt. Man kann den Teig für 30 Sekunden mit intensiver Hitze behandeln, um maximale Volumen und Höhe zu erreichen – anschließend wird die Temperatur wieder auf einem konstanten Niveau gehalten. Keine Vermutungen, keine Hoffnungen – einfach immer ein perfekt gebackenes Brot.